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Info Wasserpflegemethoden, Wirkung Pflegechemikalien, Hinweise

Hier versuchen wir das wichtigste zur Schwimmbadwasserpflege zusammenzufassen und einige Vergleiche zu den auf dem Markt befindlichen Wasserpflege Methoden zu ziehen.


Voraussetzug, Zusammenwirken, Eigenschaften 



Als erstes kommt oft die Fragestellung, das Becken mit Chlor oder Chlorfrei zu pflegen.
Alles funktioniert mehr oder weniger gut unter den jeweils gegebenen Bedingungen.
Grundsätzlich wird im Schwimmbadbau angestrebt, im Becken Trinkwasserqualität zu erreichen.

Damit Sie sich entscheiden können, sollte zuerst mal verständlich gemacht werden, was im Beckenwasser vor sich geht und was die Anlagentechnik macht.
In die entsprechenden Abteilungen werden nach Bedarf weitergehende Informationen eingepflegt.
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Füllwasser 



Schon beim Füllwasser beginnt es. Hier sind Grenzwerte für gewisse störende Inhaltsstoffe einzuhalten. Metalle werden von Oxidtationsmitteln wie Chlor und Aktivsauerstoffpräparaten verfärbend aufoxidiert, zehren an den Wirkstoffen. Phosphate sind Nährstoffe für Algen. Ammonium ist verantwortlich für unerwünschte Nebenprodukte bei Einsatz von Oxidationsmitteln wie Chlor (hier die Bildung von gebundenem Chlor / Chloramine) und Aktivsauerstoff (keine Angaben aus der Fachlektüre vorhanden). Sonstige Inhaltsstoffe dürfen die Beckenkonstruktion und Bauteile nicht schädigen, - je nach Art Chloride, Sulfate, Salze. Natürlich muß das Füllwasser klar, sauber und hygienisch unbedenklich sein.
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Schmutzeintrag 



Man hat es vorwiegend mit organischen Stoffen zu tun, welche durch Badende und aus der Umwelt eingetragen werden.
Beim Badegang wird, - je nachdem wie gründlich man sich zuvor gereinigt hat, einiges vom Körper abgeschwemmt oder abgegeben. Hier halte ich mich in der Aufzählung etwas zurück, um Ihnen das Badeerlebnis nicht zu vergraulen.
Aus der Umwelt fallen vor allem bei freistehenden Badebecken an: erheblicher Schmutzeintrag durch Regen (Algenstämme, Schwebstoffe aller Art), Blütenstaub und Pollen während der Blütezeit, die aufgewirbelte Substanz während der Erntetätigkeit auf dem Lande, Vogelkot. Hinzu kommen Gras, Sand, Erde, Sonnenschutzmittel uvam.
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Schwimmbeckenwasseraufbereitung 



Dies ist eine Verzahnung von Elementen, welche nur in Zusammenwirkung befriedigende Ergebnisse bringen, die Badewasserbeschaffenheit in Bezug auf Ästhetik und Hygiene gewährleistet, die Gesundheit der Badenden nicht gefährdet, das Gleichgewicht von Schmutzeintrag und dessen Beseitigung aufrecht erhält.
* Voraussetzung ist eine gute Beckendurchströmung, welche zu filtrierende Stoffe weitestgehend optimal aus dem Becken austragen (dem Filter zuführen) und die Pflegechemikalieen im Becken so verteilen, damit diese in allen Beckenbereichen wirken können. Ein ausreichender Volumenstrom ist für diese Zwecke erforderlich.
* Filtration - mechanische Reinigung, um den eingetragenen Schmutz wirkungsvoll aus dem Becken eliminieren zu können. Dies erfordert ausreichende Filterlaufzeiten in Abhängigkeit von Beckenbelastung (Schmutzeintrag) und Beckenwassertempeatur. Flockungsmittel unterstützen die Filtration.
* Desinfektion des Beckenwassers für hygienisch einwandfreien Zustand mit gleichzeitiger Korrektur des pH-Wertes.
* Frischwasserzusatz, zur Verdünnung nicht filtrierbarer Stoffe.
Dies wird erreicht durch ausreichende Filterrückspülung bei Sandfiltern, - oft vernachlässigt bei Kartuschenfilteranlagen mit resultierenden Problemen.
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Allgemeines zu Schwimmbadfilter 


Schwimmbadfilter – Filterlaufzeit, Betriebsweise, Beckendurchströmung

Die Filtration dient zur mechanischen Reinigung des Schwimmbeckenwassers.
Alle sichtbaren und fast sichtbaren Verschmutzstoffe werden auf der Filterbettoberfläche und zum Teil auch in der Tiefe des Filterbettes von Sand- und Mehrschichtfiltern zurückgehalten.
Damit die Filteranlage ihrer Funktion gerecht werden kann, ist die Durchströmung des Beckens mittels Oberflächenabsauger, Bodenauslauf und Einlaufdüsen so zu gestalten, dass der Schmutz zur Filteranlage gelangt, in Bezug auf Durchströmung kaum Totzonen entstehen und Wasserwalzen vermieden werden.
Die Filteranlage ist auf die Beckengröße abzustimmen, zwei Beckeninhalte sollten ca. in 8 bis 10 Std. von der Filterpumpe gefördert werden.  Auf die Förderleistung der Filterpumpe ist wiederum der Filterbehälter auszulegen. Dieser sollte für einigermaßen ordentliche Filtration und gleichfalls funktionierender Filterrückspülung mit ca. 50 m/h in beiden Betriebszuständen durchströmt werden.
Dies ergibt als Richtlinie: Sandfilter d 400, ca. 7 bis 8 m³/h bis 25 m³ Beckeninhalt ( bei geringem Schmutzeintrag auch bis ca. 30 m³ geeignet ), Sandfilter d 500, ca. 10 bis 12 m³/h von ca. 30 bis ca. 60 m³ Beckeninhalt, Sandfilter d 600, ca. 13 m³/h für ca. bis 90 m³ Beckeninhalt.

Filterlaufzeit – oft angefragt:
Was man an Stromkosten ins Becken steckt, spart man an Chemikalien.
Chemikalien müssen im Becken verteilt werden / wirken können - auch im Ruhebetrieb ohne Badende. Je wärmer das Wasser, desto intensiver ist zu filtern, bei warmen Wasser entwickeln / vermehren sich Keime weitaus schneller.
Die Richtlinie für die Filterlaufzeit sollte ca. 1/2 der Beckenwassertemperatur in Stunden gewählt werden, über 22 / 23°C sind diese mit 30 bis 50% zu beaufschlagen.
Man muss das nicht machen, - ist lediglich die logische Konsequenz auf das was im Beckenwasser passiert und wird aus Fachkreisen unserer Branche bestätigt. Vieles sieht man ohne Mikroskop nicht, das Wasser sieht sauber und klar aus, der Filter ist der "Mülleimer" des Schwimmbades, wird dieser nicht mit Chemikalien durchströmt... - man kann es erahnen.

Filter rückspülen:
Mindestens 1 x je Woche ist der Sandfilter anhaltend über 3 bis 5 min rückzuspülen. Dabei wird das Filterbett angehoben, die Steine reiben aneinander, Schmutz löst sich.
Beim Nachfüllen der Rückspülverluste mit Frischwasser erreicht man die notwendige Frischwasserrate fürs Becken von 3 bis 5 % zum verdünnen nicht filtrierbarer Stoffe.

Kartuschenfilter bei kleinen Becken:
Die Hinweise für Sandfilter gelten auch hier im wesentlichen. Neben der Reinigung der Filterkartusche wird aber oft die zwingend notwendige wöchentliche Frischwasserrate in der Badesaison vergessen.

* Es gibt ein neues patentiertes Filtermaterial für Sandfilter, das "AFM". Bestehend aus Glaskörnung, durch spezielle Verfahren "aktiviert", so daß oberflächlich eine keimtötende "hohe negative Ladung" entsteht. Ein Biofilmaufbau "um's Korn herum" soll somit verhindert werden, - resultierend sollen im Filtermaterial keine Trichloramine (reizende und geruchslästige Chlor-Schmutz-Verbindungen) entstehen. Der Preis ist gegenüber Filtersand "gehoben".
Reicht der "altherkömmliche Filtersand" nicht mehr aus ?


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Schwimmbecken Pflegemethoden 



Ich beschränke mich hier auf die wesentlichsten Anwendungen für das Privatbad.
Mittels Desinfektion erfolgt eine Abtötung von Keimen, Krankheitserregern und sonstiger organischer Substanz. Eine Infektion der Badenden soll verhindert werden, gegenseitige Ansteckung unterbunden und Entwicklung von Biomasse (hier vorwiegend Algen) entgegenwirken. Das Schwimmbeckenwasser sollte Trinkwasserqualität -oder besser- erreichen, einen klaren und einladenden Eindruck erzeugen.
Alle am Markt angebotenen Mittel erfüllen diese Belange mehr oder weniger gut, einige nur in Teilbereichen. Oft sieht der stolze Schwimmbadbesitzer nur sein glasklares Schwimmbeckenwasser, - darin kann sich aber einiges tummeln.
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pH Korrektur 



Voraussetzung und notwendig bei allen Wasserpflegemethoden gegen Kalkausfällung und um die Wirksamkeit der Pflegemittel zu gewährleisten.
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Chlor 



Chlor wirkt von allen oxidierenden Desinfektionsmitteln am wirkungsvollsten. Chlor baut auch wasserlösliche organische Verschmutzung wie Harnstoff, Schweiß, Speichelbestandteile usw. ab, welche sich durch Filtration nicht beseitigen lassen, - alle Verschmutzungen auf organischer Basis werden sozusagen naßverbrannt / eliminiert. Dies - und mit solcher Effizienz, macht kein anderes alternatives Mittel.
Je nach Intensität der organischen Verschmutzung und Intensität der Sonneneinstrahlung wird Chlor verbraucht / abgebaut.
Ein Nebenprodukt sind die Chlor-Schmutzverbindungen, so genannte Chloramine. Bei übermäßiger Anreicherung  im Beckenwasser (wenig Frischwasserzugabe, hoher Schmutzeintrag & zu geringe Chlorwerte) reizen diese die Haut und erzeugen den Chlorgeruch.
Wenn das Becken nach Chlor riecht und sonst alles richtig gemacht wurde, ist im allgemeinen zu wenig Chlor im Beckenwasser.
Achtet man ständig auf einen stabilen Chlorgehalt im Beckenwasser, benötigt man keine weiteren Hilfsmittel wie Algicide.
Mit Chlorprodukten kann man einiges an Anlagenfehlern retuschieren, - unter Vorbehalt der höheren Zugabemengen.
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Anorganisches Chlor 



Calciumhypochlorit, Natriumhypochlorit (Chlorbleichlauge)
Im privaten Schwimmbad verwenden wir vorwiegend die Feststoffprodukte als schnellösliches Calciumhypochlorit. Das Bindemittel ist Kalk, hebt geringfügig bei Zugabe den pH-Wert an.
Calciumhypochlorit  wirkt schnell und effizient, bildet bei wenig Schmutzeintrag auch ein anhaltendes Chlordepot im Beckenwasser. Achtet man hier auf einen stabilen Chlorgehalt ( mind 0,1 bis 0,3 mg/l), erreicht man attraktives, kristallklares Beckenwasser.
Sonst wird Calciumhypochlorit als Problemlöser mittels Stoßchlorung und zur schnellen Anhebung des Chlorgehaltes angewendet / empfohlen.
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Organisches Chlor 



Organisch - weil Chlor an einen organischen Stoff, der Cyanursäure angelagert ist.
Die Cyanursäure gelangt mit Auflösung des Chlors ins Beckenwasser, reichert sich dort an und läßt sich nur durch verdünnen eliminieren.
Ein Teil Chlor ist im Beckenwasser immer von der Cyanursäure gebunden, - dieser Teil steht nicht zur Desinfektion zur Verfügung. Desinfizierend / oxidierend wirkt nur ein Teil ungebundenes freies Chlor. Mit DPD1 (im Pooltester) werden beide Chloranteile gemessen.
Reichert sich durch zu wenig Frischwasserzugabe die Cyanursäure im Beckenwaser an, seht kaum noch freies Chlor zur Desinfektion der Verschmutzung zur Verfügung, -ein Becken kann umkippen / veralgen, obwohl evtl. ein reichlicher Chlorgehalt mit DPD1 gemessen wurde. Dies ist oft bei Kartuschenfilteranlagenbetrieb der Fall, bei denen kaum auf die Frischwasserrate geachtet wird.
Beim organischen Chlor ist streng auf die wöchentliche Frischwasserrate von 3 bis 5% des Beckeninhaltes zu achten ( bei Sandfilteranlagen - ordentlich auf die Beckengröße ausgelegt, mind. 3 bis 5 min Filterrückspülen / Woche). Der Chlorgehalt sollte bei organischem Chlor auf mind. 0,3 bis 0,6 mg/l gehalten werden (ca. 50% gebunden / ca.50% frei zur Desinfektion, besser 40 : 60%).
Organisches Chlor ist langzeitstabil und bildet ein gut ausgewogenes Chlordepot im Beckenwasser (aus zuvor genannten Eigenschaften), wird wegen der Einfachheit in Verbindung mit Algiciden vorwiegend im privaten Freibadbereich eingesetzt. Man muß für problemlosen Betrieb die Besonderheiten beachten.
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Salzwasser Elektrolyse 


Salzwasserelektrolyse, Chlorerzeugung aus (Koch-) Salz.

Mit  Beckenwasserzugabe von hochreinem Siedesalz (idR. Salz für Enthärtungsanlagen), wird mittels Elektrolyseanlagen freies anorganisches Chlor zur Beckenwasser – Desinfektion erzeugt. An zwei speziellen Elektroden, eingebunden in das Rohrsystem der Wasseraufbereitung oder ins Becken gehängt, wird Spannung angelegt, damit elektrolytisch Chlor aus dem Salz gewonnen. Die Salzkonzentration im Beckenwasser wird auf ca. 0,4 % eingestellt.
Das Salzwasser ist nicht ganz unproblematisch für die Anlagentechnik.
Wegen der Chloridionenanreicherung durch Salzzugabe können Metalle wie Edelstahl korridieren. Dies betrifft die Edelstahlleitern, Schrauben an Beckeneinbauteilen und Anlagentechnik (auch automat. Schwimmbeckenreiniger), die Laufzeit der Gleitringdichtungen an Filterpumpen wird reduziert, Ärosole können bei Hallen korrosiv wirken.
Diesen Wirkungen kann in gewissem Umfang gegen gewirkt werden durch z.B. Zinkscheibe an Edelstahlleiter, Cyanursäurezugabe zum Beckenwasser.
Bei Interesse an dieser Chlorerzeugung sollte schon im Vorfeld bei der Beckenerstellung auf geeignete und hochwertige Materialien geachtet werden. Auch automatische Schwimmbeckenreiniger für hohen Chloridgehalt im Beckenwasser gibt es nach unseren Erfahrungen wohl nicht.
Baden im Salzwasser mit dieser niedrigen Konzentration (ca. 1/10 von Meerwasser), kann als hautfreundlich eingestuft werden.
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Algezide 



Qaternäre Amoniumverbindungen und Polymere
Diese verhindern / mindern einen schnellen Befall gegen Algen, wirken gegen Algen allein evtl. durch Überdosierung. Algezide werden idR. in Verbindung mit oxidierenden Desinfektionsmitteln wie Chlor und Aktivsauerstoff eingesetzt.
Die Pflege mit Chlor wird durch Algezide vereinfacht. Je nach Schmutzeintrag wird das Chlor abgebaut, - Chlor ist bei regen Badebetrieb desöfteren ganz verbraucht, hier wirkt dann über eine gewisse Zeit das Algezid gegen umkippen des Beckens (Algenbildung - aber nicht desinfizierend!), ein permanentes Messen des Chlorgehaltes entfällt, - vereinfacht die Methode.
Aktivsauerstoff wirkt kurz, baut sich schnell wieder ab. Die in der Wasserpflegemethode integrierten Algezide (Aktivator genannt) überbrücken den Zeitraum bis zur nächsten Zugabe von Aktivsauerstoff. Einige dieser Algezide sollen noch desinfizierende Wirkung haben (würde ich als unzureichend schwach desinfizierend einschätzen).
In der Anwendung mit Biguaniden wird die Wasserpflegemethode abgesichert, Schwächen in der Methode retuschiert.
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Brom 



Bromsticks, langsamlösliche 20g Tabletten, aufzulösen in Bromschleusen
Die handelsüblichen Brompräparate enthalten eine Brom-Chlorverbindung. Die Oxidationswirkung ist etwas geringer als Chlor.
Wegen der unzulänglichen Anlagentechnik (Bromschleuse) und einigen gemachten (negativen) Erfahrungen, habe ich diese Pflege nicht weiter verfolgt. Wird wohl in Deutschland auch kaum angewendet.
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Aktivsauerstoff, Peroxide 



Beim Aktivsauerstoff wirkt ein abgespaltenes Sauerstoffradikal desinfizierend, welches sich in kurzer Zeit nach Zugabe in molekularen Sauerstoff (wie in der Atemluft enthalten) umbildet.
Die Desinfektionswirkung ist deutlich schwächer gegenüber dem Chlor, baut sich verhältnismäßig schnell ab, bildet kaum ein anhaltendes desinfizierendes Depot im Beckenwasser aus.
Wirksam ist zwischenzeitlich nach Abbau der Aktivsauerstoffeinwirkung bis zur nächsten Aktivsauerstoffzugabe nur noch das Algicid (in der Methode Aktivator benannt). Das Algicid wirkt schwach oder kaum desinfizierend.
Wegen der geringeren Desinfektionskraft ist auf geringen Schmutzeintrag aus der Umwelt zu achten, die Beckenhydraulik muß einigermaßen ordentlich ausgelegt sein, der Filter muß auf die Beckengröße angepaßt sein und sauber gehalten werden, zur Unterstützung der Schmutzeliminierung werden Flockmittel empfohlen.
Insgesamt eine empfindliche Wasserpflegemethode, zwischen den Zugaben von Aktivsauerstoff ist die Desinfektionswirkung äußerst schwach.
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Biguanide 



Ursprünglich und vorwiegend werden Biguanide wegen gut desinfizierender Wirkung in der Medizintechnik eingesetzt. Die verschiedenen polymeren Hexamethylbiguanide inaktivieren durch Anlagerung von Kalziumionen die Zellmembrane von Zellen organischer Substanz. Daraus resultierend werden Bakterien inaktiviert, mehr wohl nicht. Biguanide wirken nicht oxidierend. Daraus ergibt sich, daß im Schwimmbecken kein Abbau von anderen Stoffen wie z.B. Urin, Schweiß usw. erfolgt. Die Desinfektionswirkung der Biguanide läßt bei Temperaturanstieg nach.
In der Anwendung bei Schwimmbecken sind daher einige Besonderheiten zu beachten.
Da Biguanide nicht oxidierend wirken, ist eine turnusmäßige Reinigung des Filters und Rohrleitungen anzuraten, da sich in diesen ein Biofilm anlagert, - jährlich zunehmend.
Diesem können turnusmäßige Reinigungsarbeiten entgegenwirken, alternativ ist eine jährliche ca. 14-tägige Hochchlorung von Anbeginn des Einsatzes von Biguaniden im Becken bei der Frühjahresinbetriebnahme möglich. Mit ansteigen der Beckenwassertemperatur ist die tägliche Filterlaufzeit zu erhöhen. Biguanide wirken nicht gegen alle Algenstämme, hier ist oft ein Zusatzalgicid in die Pflegemethode integriert.
Zusätzlich wird diese Pflegemethode in der Badezeit mittels turnusmäßig einzusetzendem oxidierendem Wasserstoffperoxid stabilisiert / unterstützt. Reines Wasserstoffperoxid kann in Deutschland über den Versandhandel nicht mehr verkauft werden, bei anwendungsbezogenen Gemischen, wie unser "Well-Clear", gehen die Behörden mit.
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Silber 



Silber verfügt über keine Oxidationswirkung und tötet Mikroorganismen nur sehr langsam ab.
In verschiedenen Zusatzmitteln fürs Schwimmbad sind Silberverbindungen aufgedampft / eingearbeitet und wirken nur unterstützend.
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UV Strahlen 



UV-Strahlen wirken nur an der Strahlungsquelle der UV-Lampe abtötend und aufspaltend, in Becken und Leitungen selbst nicht. Die UV Entkeimungstechnik kann daher nur als verbessernde Maßnahme angesehen werden, vorwiegend bei Becken  mit Aktivsauerstoff gepflegt. Die Wirkung ist abhängig von der Leistung der Strahlung. Dahingehend ist auch auf Alter der Lampe und Sauberkeit der Strahlungstechnik zu achten.
* So weit ich's bewerten kann, wird durch die UV-Strahlung die Erbsubstanz der Mikroben gestört, bzw. inaktiviert. Jedoch verbleibt im Becken noch deren organische Substanz, welche die Chemikalien immer noch aufzehren / oxidierend verbrauchen ? Durch UV-Strahlung soll auch Chlor abgebaut werden, welches zu ersetzen ist ? Organisches Chlor (UV-stabilisiert) dürfte weniger vom Chlorabbau betroffen sein. Wo sind dann die Vorteile der UV-Technik im Schwimmbecken zu finden ?
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Saness chlorfrei - hochwirksame Polymere 



Saness - eine neue Beckenpflegemöglichkeit mit hochaktiven Polymeren,
langzeitbeständig über fast eine Sommersaison, temperaturunabhängig und mit sehr hoher Desinfektionskraft !
lediglich der pH-Wert muß korrigiert werden, Flockmittel bei Bedarf nach ersteren Rückspülungen & die übliche Frischwasserrate je Woche von 3 bis 5 %.
Detail - Info hier

Sollten sich die Produktversprechungen des Herstellers in der Praxis bewähren, verlieren zahlreiche Wasserpflegemethoden ihre Daseinsberechtigung.
Im Whirlpool haben sich die Vorteile gegenüber allen Alternativen wie Chlor, Aktivsauerstoff, Brom usw. in der Praxis bewiesen.
Im Schwimmbad wurde für dieses Jahr die Rezeptur für problemlose Anwendung korrigiert.
Wir haben festgestellt, der Aufwand an die Beckenreinigung ist aufwendiger, aber nur wegen der Optik. Dafür erhält man aber eine problemlose chlorfreie Wasserpflegemethode mit sehr vielen Vorteilen.

Die Produktzusagen sind logisch nachvollziehbar. Uns liegen die Untersuchungen eines renomierten Institutes für die hohe Keimtötungsgeschwindigkeit / Desinfektionskraft vor.
Die Desinfektionskraft entspricht dem des Chlorgases (in öffentlichen Anlagen eingesetzt) - also höher dem des ülicherweise eingesetzem Chlors für private Pools.
Dies bringt enorme Sicherheit fürs Whirlpool mit seinem warmen Wasser und in Kleinbecken für Kindernutzung. Dafür gabs bisher nur unzulängliche Pflegemittel.

Was bedeutet dies für die private Schwimmbadpflege:
* empfindliche chlorfreie Wasserpflegemittel wie Aktivsauerstoff und Biguanide (Revacil, Baquacil u.ä.) verlieren ihre Daseinsberechtigung
* auch desinfizierende Produkte wie Chlor und Brom können ersetzt werden, mit Saness ist das Handling wesentlich einfacher und hautfreundlicher
* das neue Filtermaterial auf Glasbasis ist entbehrlich - die desinfizierende Funktion rund ums Filterkorn übernimmt nun das Mittel
* Dosieranlagen sind entbehrlich (außer pH), das Mittel wirkt wie eine Dosieranlage über eine Sommersaison  kontinuirlich
* UV - Entkeimung verliert seine Daseinsberechtigung
gewiß habe ich noch einiges vergessen, aber ein umfangreicher Markt an Technik und Mittelchen fürs Pool könnte wegbrechen

Warum graben wir uns selbst das Wasser ab ? - einiges an unserem Sortiment wird nicht mehr benötigt.
Das Handling im Versand wird insgesamt einfacher. Saness wird sich durchsetzen. Wir möchten von Anfang an dabei sein.

Meine persönliche Einschätzung und Bewertung - Hirschfeld Kl -D.

Siehe auch "Unsere persönlichen Erfahrungen mit Saness Schwimmbad" unter nebenstehenden Produktinformationen

Saness ist in nachfolgenden Informationen noch nicht eigearbeitet.


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Auswahl der Pflegemethode in privaten Schwimmbecken 



Es sollte anfänglich analysiert werden, in welcher Art ich mein Becken nutzen will.
Wird das Becken nur von der Familie genutzt, geht regelmäßig ein umfangreicher Bekanntenkreis ins Becken, handelt es sich um ein Planschbecken für eigene Kinder oder incl. der Nachbarskinder.

Ist ersteres der Fall, - scheuen Sie sich nicht in der Familie eine Badewannenfüllung gemeinsam zu nutzen, können Sie alle möglichen Wasserpflegemethoden anwenden.
Eine großartige Keimabtötung benötigen Sie nicht. Sie sollten sich aber mit den Vor- und Nachteilen der Pflegemethoden und deren Aufwand auseinandersetzen.
Gleiches gilt beim Badebetrieb  für Planschbecken der eigenen Kinder. Nutzt das Becken ein großzügiger Bekanntenkreis (Partys), würde ich die Sicherheit in Bezug auf Keimübertragung etwas höher ansetzen.
Hier kommt eigentlich nur Chlor in Betracht. Planschbecken, in welchen Nachbarskinder baden, sollten in Bezug der Keimübertragungsmöglichkeit ähnlichen Sicherheitsbedenken unterworfen werden.
Ein Problem ist hier aber das geringe Wasserdepot, in welchen Chemikalien kaum in ausreichender Menge für die Badenden vorgehalten werden können. Jeder Badende verbraucht Pflegechemikalien und Kinder sind in kleinen Becken reichlich und oft drin - schleppen beim spielen viel organische Substanz von der umgebenden Fläche ins Becken rein.
Oft ist bei den kleinen Becken die Wasseraufbereitungstechnik (Filtertechnik) unzulänglich oder nicht vorhanden. Zu beachten ist bei Freibädern die Umgebung rund ums Becken.
Steht das Becken in einer Gartenlandschaft in welcher reichlich organischer Eintrag von der Bepflanzung zu erwarten ist, funktionieren schwach oxidierende Chemikalien kaum. Auf Zusatzprodukte wie pH Korrektur, Flockung usw. wird hier nicht speziell eingegangen, - siehe „Voraussetzung, Zusammenwirkung, ....“
Die Anwendung der empfohlenen Methoden sind in den entsprechenden Abteilungen zu finden, werden hier übersichtshalber nicht wiederholt.

Ergänzende Info: Schauen Sie sich bitte noch unser neues chlorfreies Produkt Saness an.
(hier noch nicht in den Text eingearbeitet)


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Becken, welche im Familien- und Bekanntenkeis genutzt werden (Partybetrieb) 



Hier kommt eigentlich aus hygienischer Sicht nur das Chlor in Frage.
Dies in Zusammenhang mit wasserverbessernden Maßnahmen, wie längere Filterlaufzeiten, reichlich Frischwasserzufuhr (reichlich / öfteres Filterrückspülen), Flockmittelzugabe, ab und zu mal eine Hochchlorung.

Ergänzende Info: Schauen Sie sich bitte noch unser neues chlorfreies Produkt Saness an.
(hier noch nicht in den Text eingearbeitet)


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Familiennutzung 



Unter Zugrundelegung des Umweltschmutzeintrages (siehe zuvor), ist hier alles erlaubt.
Das Beckenwasser soll lediglich attraktiv und einladend ausschauen.
Sie können:

* mit Chlor pflegen - die hygienisch sicherste und unproblematischste Methode,
bei richtiger Anwendung und Technik läßt sich Chlorgeruch und Reizung auf ein unbedeutendes Minimum reduzieren, - ohne große Aufwendungen brilliantes Beckenwasser herstellen,
- Dauerchlor ( langsamlösliche Tabletten im Dosierschwimmer) + Algicid
- Algicid + turnusmäßige Stoßchlorung
- Multifunktionsprodukte aus organischem Chlor und Algicid bestehend
- organisches Chlor allein, auf reichlich Chlorüberschuß ist permanent zu achten (0,3 bis 0,6 mg/l mind.)
- anorganisches Chlor allein, auf reichlich Chlorüberschuß ist permanent zuachten (0,1 bis 0,3 mg/l mind.)
- auch anorganisches Chlor in Zusammenwirkung mit dem Hilfsmittel Algicid ist machbar
Chlor ist weitestgehend sicher und in vielen Kombinationen anwendbar, Beckenwasserprobleme lassen sich durch Chlorstoß / Hochchlorung leicht beheben.

* Aktivsauerstoff
- Aktivsauerstoff als Feststoff und zugehörendes Algicid (Aktivator), angenehm, hautfreundlich, mild,
Funktioniert im allgemeinen in mittleren Beckengrößen ganz gut bei wenig Schmutzeintrag, geringer Benutzerzahl des Beckens, sauberem Filter, guter Beckendurchströmung und Einsatz von Flockungsmitteln,
bei Problemen kann mit Chlorstoß (Hochchlorung) das Beckenwasser wieder in klaren Zustandversetzt werden.

* Biguanide (bei uns ehemals Revacil, jetzt Well Cil / Baquacil)
- ist eine angenehme milde und hautfreundliche Wasserpflegemethode mit einigen Besonderheiten,
bei hohen Beckenwassertemperaturen und viel Schmutzeintrag wie z.B. bei Regen kann es zu Problemen kommen, welchen man bei Kenntnis gegensteuern kann (auf Mindestgehalt an Desinfektionsmittel achten, längere Filterlaufzeiten),
durch den Wirkstoff wird nicht alles eliminiert was ins Becken gelangt (nur Zellabtötung),
Rohrleitungen und Filter sind bei Sandfilteranlagen und aufwendiger Anlagentechnik mit Leitungssystemen turnusmäßig zu reinigen.
Das zur Pflegemethode unerläßliche Wasserstoffperoxid, kann in Deutschland nicht mehr über den Versandhandelsweg bezogen werden.

Ergänzende Info: Schauen Sie sich bitte noch unser neues chlorfreies Produkt Saness an.
(hier noch nicht in den Text eingearbeitet)


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Planschbecken - oft befragt 



Becken mit kleinem und kleinsten Wasservolumen und hoher Belastung an Badenden auf die kleine Wassermenge, Becken teilweise ohne Oberflächenabsauger und minimaler Technikausstattung, auch ohne Filteranlage.
Wegen des geringen Wasserinhaltes der Becken werden Chemikalienzugaben im Wasser nicht „gespeichert“ - verhältnismäßig stark verbraucht. Ein permanentes Nachmessen der Chemikalien ist zu aufwendig. Teilweise wird bei sehr kleinen Becken angestrebt, das Wasser nur länger zu halten.
Ich kann hier anraten:
- reichlich Frischwasserzusatz
- lange Filterlaufzeiten für die oft „Mini-Filtertechnik“
Wasserpflege:
- so weit als möglich pH-Regulierung
- sofern die üblichen Chlorpflegemethoden als zu aufwendig und nicht machbar sind, - ein Algicid reichlich zugeben und turnusmäßig mit Chlor zu desinfizieren,
- alternativ mit Biguaniden (desinfizierend) das Beckenwasser länger zu halten
- Aktivsauerstoffpräparate dürften hier wirkungslos sein, evtl. turnusmäßige Stoßdesinfektion mit Wasserstoffperoxid (bei uns Revatop - in Deutschland nicht mehr versendbar) in Verbindung mit einem Algicid.

Ergänzende Info: Schauen Sie sich bitte noch unser neues chlorfreies Produkt Saness an.
Saness für Kleinbecken finden Sie hier.
(Saness ist hier noch nicht in den Text eingearbeitet)
Saness ist nach unserer Bewertung z.Z. das beste und unkoplizierteste Produkt zur Pflege von Kleinbecken & Planschbecken.
Sicher (mit Messung des Gehaltes) und sehr schonend für Badende.


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Chlorallergie 



Ab und zu kommt es bei einem eingeschränkten Personenkreis zur Unverträglichkeit von Chlor bei der Nutzung im Privatbad. In ca. 90% der Fälle handelt es sich hier aber um eine Unverträglichkeit gegenüber der privat erzeugten reizenden Beckeninhaltsstoffe.
Als erstes würde ich anraten, diese „Allergie“ in einer öffentlichen Badeanlage neuester Bauart zu prüfen. In diesen greift die hochgeschraubte deutsche Bäderwasserverordnung mit extremer Minimierung schädigender und reizender Wasserinhaltsstoffe.
Der Fehler in privaten Bädern beruht im wesentlichen auf folgende Verhältnisse:
* damit Chlor optimal wirkt, muß der pH-Wert in engen Toleranzen eingehalten werden ( 7,0 bis 7,4 (max. 7,6)
* zu geringer Chlorgehalt im Beckenwasser, eingetragener Schmutz bzw. organische Bestandteile binden sich an den Schmutz - Chlor ist verbraucht und es ist kein freies Chlor zur Desinfektion übrig, die „Chlor - Schmutzverbindungen“ (Chloramine) wirken sehr reizend auf den Badenden - reichern sich übermäßig an, mit reichlich Chlorüberschuß kann diesem entgegen gewirkt werden.
Ist ein deutlicher Chlorgeruch spürbar, deutet dies oft auf zu geringen Chlorgehalt im Beckenwasser hin.
* Wöchentliche Frischwasserrate zu gering, - in privaten Bädern mit Sandfilteranlage sollten ca. mind. 3 bis 5% des Beckeninhaltes wöchentlich durch Frischwasser ausgetauscht werden um nicht filtrierbare Stoffe (z.B. auch Chemikalien-Schmutzverbindungen) herunter zu verdünnen (realisiert durch reichliches Filter rückspülen), - je intensiver der Badebetrieb und der Eintrag von Umweltschmutz ist die Frischwasserrate zu erhöhen ( im öffentlichen Bereich wohl 60 Liter je Badender und pro Tag), - wird bei Anlagen mit Kartuschenfilteranlagen oft nicht beachtet.
 
Sofern diese Punkte beachtet sind und die Hautprobleme bestehen weiterhin, kann man die Stoffzusammensetzung reduzieren.
Man stellt mit pH - korrigierenden Mitteln den pH-Wert des Wassers sauber ein und verwendet einzig und allein das Calziumhypochlorit (anorganisches Chlor - wie in öffentlichen Bädern eingesetzt) zur Desinfektion ( 0,3 bis 0,6 mg/l). Mitanfänglich häufiger Messung findet man seinen Rhythmus der Chemikalienzugabe. Mit reichlicher Frischwasserzugabe dürften keine hautreizenden Probleme mehr auftreten.

Ergänzende Info: Schauen Sie sich bitte noch unser neues chlorfreies Produkt Saness an.
(hier noch nicht in den Text eingearbeitet)


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Schwimmbecken Inbetriebnahme - Hinweise 


Tipps zur Inbetriebnahme des Freibades im Frühjahr ( Pool )

Dies soll nur stichpunkförmig das Wesentlichste überstreichen, - jedes Becken hat seine Eigenarten und je nach Erstellungsart seine "eigenen Betriebsvorschriften":



Zeitpunkt der Inbetriebnahme:
Anfang / Mitte April - nicht zu spät, -bevor das Beckenwasser durch Sonne aufgeheizt wird und die Wassertemperatur noch unter 15 bis 17 °C liegt . - Ganz wichtig bei Becken, in denen das Beckenwasser vom vergangenen Jahr nochmals genutzt werden soll, ist zwar nicht unbedingt zu empfehlen, aber mit steigender Beckenwassertemperatur intensiviert sich die Keim- und Algenbildung.
Sofern der Winterschmutz vom Becken abgehalten, - gleichfalls in der Saison die wöchentliche Frischwasserrate von 3 - 5% / Woche eingehalten wurde, das Becken noch sauber erscheint, ist einer Verwendung von ca. 2/3 Beckenwasser nichts entgegenzusetzen.
Im vergangenem Jahr hat sich auf alle Fälle einiges an Schwimmbadchemikalien im Beckenwasser angereichert, welches man nur durch verdünnen eliminieren kann.
Verkeimtes Wasser muß auf alle Fälle raus, ist eine größere Reinigung erforderlich, ebenfalls.
Die chemische Keule bei grünem Beckenwasser bringt nur erhebliche Nachteile, Reinigungsmittel und Schmutz gehören nicht ins Schwimmbeckenwasser.
Ich empfehle grundsätzlich eine Neubefüllung mit frischem Leitungwasser, das Beckeninnere kann kontrolliert / gereinigt werden. Man weiß, was man im Becken zum relaxen drin hat.

Frostschäden:
Das wäre der erste Punkt, welchen ich an meinem Becken einsehen würde.
Gründlichste Durchsicht des Baukörpers und aller Anlagenteile.
Gab es erhebliche Wasserverluste? Könnten Rohrsysteme und Anlagenteile im frostnahen Bereich geschädigt sein? Hat die Elektrik durch Kondensation gelitten ? usw.

Erst dann würde ich nach dem Beckeninneren und der Abdeckung schauen:
Für verschiedene Anlagenkonzeptionen oder Wasserpflegemethoden sollte zu diesem Zeitpunkt schon die Filteranlage in Betrieb gehen ( absaugen / umwälzen ).
Hier sei an die Wasserpflegemethode mit Biguaniden ( Revacil  ) erinnert.
Bei reichlich Rohrsystemen wären diese turnusmäßig alle zwei bis drei Jahre mit speziellen Mittel zu reinigen, der Filter jährlich. Beim Reinigen der Rohrsysteme ist der Wasserspiegel bis Skimmermitte anzuheben.
Schadet auch nichts bei allen anderen Wasserpflegemethoden um die verschmutzte Wasserlinie aufzuweichen.

Beckenentleerung:
* sorgfältige Kontrolle aller Beckeneinbauteile ( Zustand, Funktion, Korrosion ), Zustand der Innenauskleidung des Pools, Anschlüsse zum Filter, der Filter selbst incl. zugehörende Technik, Funktion der Absperrorgane ( Leichtgängigkeit der Kugelhähne usw. ),
Filterbett bei Sandfiltern kontrollieren, sollte nach dem letzten intensiven Rückspülen eine gleichmäßig ebene Oberfläche ausbilden. Bei Verwerfungen ist was nicht i.O. ( Filterfüllung verklumpt / Filterstern defekt o.ä. )
* Rohrleitungen komplett entleeren
 
Beckenreinigung:
* Kalkablagerungen mit sauren Reinigern entfernen ( z.B. salzsäurehaltige Reiniger )
* Schmutz / Fett / Rußränder mit alkalischen Reinigern
* Haushaltsreiniger sind nicht zu empfehlen, da oft im Inhalt undefinierbar
Reinigungsmittel gehören grundsätzlich nicht ins Schwimmbadwasser, reichlich nachspülen.

Beckenbefüllung:
Schwimmbeckenwasser die Qualität wie Trinkwasser haben sollte, erklärt sich von selbst was man einlassen sollte.
Beim Befüllen ist eine Filterung und Beckenbodenreinigung oft nicht möglich. Der zwischenzeitlich eingetragene Schmutz sollte so schnell wie möglich entfernt werden.
Abhilfe schafft evtl. bei langen Befüllzeiten das nochmalige auflegen der Winterabdeckung.
Bei Becken mit Bodenauslauf kann über diesen schon gefiltert und beheizt werden.

Wasserpflege nach dem Befüllen:
Als erstes den Filter gründlichst rückspülen.
Mit Beckenwassererwärmung steigt bekanntlich bei hartem Wasser der pH-Wert, je nach Wasserhärte mehr oder weniger stark an. Dieser wäre als erstes zu korrigieren ( anfangs in kurzen Zyklen nachzukorrigieren ), damit die Desinfektionsmittel optimal wirken.
Bei jeder Wasserpflegemethode empfehle ich anfänglich einen kräftigen Chlorstoß, um alle Keime im Beckenwasser, Filter und Rohrleitungen zu eliminieren.
Dies kann ein Chlorgehalt von 1 bis 3 mg/l bei durchlaufender Filteranlage, je nach Wasserpflegemethode bedeuten.
Dabei sollte nach einem Tag noch ein Chlorgehalt von mind. 0,6 mg/l meßbar nachweisbar sein. Hierzu empfehle ich grundsätzlich das hochwirksame anorganische Chlor.
Sollte der Chlorgehalt niedriger, oder kein Chlor nachweisbar sein, die Prozedur mit dem Chlorstoß so lange wiederholen, bis das Resultat erreicht ist, - war noch zu viel Schmutz / organische Substanz im Beckenwasser.
Hierbei ist zu unterscheiden:
* Pflege mit Chlor: - in der Regel keine Probleme, Chlorgehalt kann niedrig gehalten werden
* Pflege mit Aktivsauerstoff: hier würde ich das Beckenwasser ca. 1 Woche mit Hochchlorung betreiben. Im Filterbett und Skimmer - Ansaugleitung hat sich eine Schmutzschicht ausgebildet, welche durch anhaltende Chloreinwirkung "weg-oxidiert" werden kann, anschließend ( das Beckenwasser ist etwas wärmer ) wird umgestellt auf Aktivsauerstoff und man verfährt wie gewohnt.
* Biguanide ( Revacil ) - etwas schwieriger:
Diese Biguanide sind nicht oxidierend, es setzt sich ein Biofilm an Rohrleitungen und im Filterbett ab.
Hat man bei Biguaniden über Jahre nichts in Punkto Rohrreinigung gemacht, kommt man besonders bei wuchtigen Rohrsystemen nicht um die turnusmäßige Reinigung der Rohrleitungen herum, - so viel Chlor kann man wohl nicht zugeben, um diesen Biofilm in 8 bis 14 Tagen zu eliminieren.
In minderschweren Fällen, wie Einsatz der Biguanide "erst eine Saison", oder wenig aufwendige Rohrsysteme, ist eine 14 - tägige Hochchlorung in jedem Frühjahr die bessere Alternative zur Rohrreinigung mit speziellen Mittel.
Zu beachten ist, daß sich Biguanide nicht mit Chlor vertragen ( abbauen lassen, oder mit einem Schuß Wasserstoffperoxid ist das Chlor ebenfalls eliminiert - nachmessen ).
Erreicht man mit Chlorzugabe die 0,6 mg/l nicht nach 1 Tag, das mehrmals wiederholt, müssen im kommenden Jahr die Rohre mit entsprechenden Mittel gereinigt werden.
* Flockungsmittel entfernen Schwebeteile und verbessern somit die Wasserqualität.

Filterlaufzeit in der Saison:
Diese wäre abhängig von der Beckenwassertemperatur und der Wasserpflegemethode.
Bei Chlor kann man die üblichen empfohlenen Filterlaufzeiten wählen. Bei kaltem Wasser reichen 6 Std. / Tag, im Badebetrieb und sehr warmen Wasser 2 x Beckeninhalt / Tag ( 8 bis 16 Std. / Tag ).
Die zwar umweltfreundlicheren, in der Desinfektion aber minderschwachen chlorfreien Wasserpflegemittel, wie Aktivsauerstoff und die Biguanide (Revacil ) erfordern meines Erachtens etwas höhere Filterlaufzeiten.
Grundsätztlich dürfte gelten, was ich an Stromkosten in die Filterlaufzeit reinstecke, spare ich an Wasserchemikalienkosten.

Frichwasserzugabe / Rückspülen:
3 bis 5 % Frischwasserzugabe / Woche sind für eine attraktive Beckenwasserqualität erforderlich. Nicht filtrierbare Stoffe werden somit verdünnt.


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Winterfestmachung von Freibädern 


Auch hier nur das wesentlichste.

Kurzfassung:
Becken normal pflegen bis Beckenwassertemperatur unter 17°C gefallen ist ( besser 15 -12° C ),
Filter rückspülen, pH - Wert niedrig auf ca. 7,0 pH einstellen, Beckenwasser gründlich durchdesinfizieren, Winterschutzmittel einmischen,
Anlage abschalten, - bei Bedarf Wasserstand absenken, Frostschutzmaßnahmen aller Anlagenteile und Becken, Becken bei Bedarf abdecken.

Die unterschiedlichen Erstellungs-, Betriebs- und Nutzungsarten der Freibäder erfordern differenziere Handhabung für den Winterbetrieb.

Hier sollen lediglich die allgemein üblichen Regeln aufgeführt werden. 

Im Allgemeinen werden Freibäder im Frühjahr entleert, gereinigt und mit frischem Wasser befüllt. Somit braucht das Becken nicht zwingend abgedeckt werden, es sei denn aus Unfallschutzgründen oder zum Schutz vor groben Partikeln. Hier reichen die Schutznetze oder perforierte Abdeckungen. 

Will man aus Sparsamkeitsgründen das Beckenwasser für kommende Saison wieder verwenden, ist eine  wasserundurchlässige Winterabdeckung gegen den anfallenden Winterschmutz erforderlich.

Diese liegen auf der Wasseroberfläche und trennen das saubere Beckenwasser gegen den Umweltschmutz. Schwimmbadüberdachungen bringen den gleichen Effekt. 

In allen Varianten sollte das Schwimmbecken in üblicher Weise gepflegt werden, bis die Beckenwassertemperatur auf / unter 17°C abgesenkt ist.
Mit Einsatz von Winterschutzmitteln vekeimt dann das Beckenwasser bei niedrigen Temperaturen bis zum zeitigen Frühjahr nicht, - das Becken läßt sich leichter reinigen, -Beckenwasser kann, ohne wesentlichen Schmutzeintrag im Winter, wieder für die kommende Saison verwendet werden.

Winterschutzmittel verhindern bei kühlem Wasser eine Verkeimung, einige Zusatzstoffe begünstigen die Frühjahresreinigung. 

Das Freibad sollte zeitigstmöglich im Frühjahr in Betrieb genommen werden, -bevor die Wassertemperatur über ca. 17°C ansteigt. 

Vor der Außerbetriebnahme im Spätsommer / Herbst wäre das Becken gegebenenfalls gründlich zu reinigen ( Wasserlinie ), das Beckenwasser nochmals durchzudesinfizieren, der pH-Wert auf ca. 7,0 gegen Kalkausfällung einzustellen, das Winterschutzmittel zugeben.

Die Filteranlage ist rückzuspülen, den Deckel vom Filterbehälter zu öffnen, damit das Filtermaterial abtrocknet und damit gleichfalls nicht durch anhaltende Feuchtigkeit verkeimt.  

Es versteht sich gewiß von selbst, daß frostgefährdete, wasserführende Becken- und Technikteile gegen zerfrieren geschützt werden müssen.


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