Orientierungsinfo:
In privaten Schwimmbädern bis 40 m² als Freibad oder Hallenbad eignen sich für Anbindung an die Hausheizung überschlägig die 40 KW ( bei 90 / 70 ° - Vor- / Rücklauf ) - Wärmetauscher,
fast jeder Heizkessel läßt sich auf 90° Vorlauftemperatur zur Erstaufheizung des Beckens hochfahren,
im Badebetrieb wird dann nur noch die Wasserverdunstung, im ausreichenden Niedrigtemperaturbereich des Heizkessels, nachgeheizt, - sind dann nur noch einige KW.
Im Niedrigtemperaturbereich des Heizkesels dauert die Erstaufheizung halt etwas länger. Bei 50/40 Vor- / Rücklauftemperatur am Wärmetauscher kann man mit ca. 1/3 Leistung gegenüber den Werten 90/70 °C rechnen (z.B. Wärmepumpen für Hausheizung)
Überschlägig werden 2 m³/h Heizungswasser vom Heizkessel als primäre Energie für 40 KW Heizleistung benötigt.
Zur Erstaufheizung eines Beckens (Temperaturerhöhung um 10 grd) werden 12 kWh / m³ benötigt (zzgl. Beckenkörpersubstanz).
50 m³ Becken ca. 60 kWh um Temperatur um 1 grd zu erhöhen - ca. 7,5 Liter Heizöl (ohne Beckenkörpersubstanz).
Die am Ende der Seite angehängte Beschreibung des Wärmebedarfes für Freibäder bezieht sich auf: 4x8 m, Wassertemp. 24°C, Mai bis Sept., mittlere Außentemp. 15,8°C, Frischwasernachspeisung 10°C. - Qelle Saunus - "Planung von Schwimmbädern". - Mit Beckenabdeckung knapp 50% Energieeinsparung möglich.
Überschlägig kann man zur Auslegung von Elektroheizern ausführen:
* Hallenbad 4 x 8 m ohne Abdeckung, Wasser 28 °C, Lufttemperatur 30 °C, Wärmebedarf ca. 6 kWh
* Freibad ist schwer einzuschätzen, - hier kommt noch der Faktor Windgeschwindigkeit hinzu, für 4 x 8 m - Becken wären ca. 10 kWh im Mittel sinnvoll - Becken aber abgedeckt und nur zur Nutzung geöffnet, im Zweifelsfall höher auslegen - schaltet sich ohnedies bei erreichen der gewünschten Temperatur ab.
* Elektroheizer benötigen die Genehmigung des Energieunternehmens ( Zuleitung wird geprüft ) !
Im Anhang einige Info:
Wärmebedarfsberechnung aus den Fachbuch von Saunus "Planung von Schwimmbädern" & Tabellen von "KVS - Wärmepumpen"
Die nachstehenden Tabellen zeigen, welchen wesentlichen Einfluss die Lage des Schwimmbeckens auf den Energiebedarf hat.
Bei einer geschützten Lage befinden sich mindestens an zwei Seiten in Beckennähe hohe Mauern oder Gebäudeteile.
Bei teils geschützter Lage wird das Becken durch Bäume oder Sträucher geschützt.
Bei freier Lage ist das Becken rundum frei; dieses sollte jedoch möglichst vermieden werden.